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Iserlohner Kreisanzeiger, 30.10.2009 Dank Glasfaserverbindung auf schnellem Weg ins InternetIserlohn. „Die Breitband-Versorgung in Südwestfalen ist außerhalb der Kerngebiete katastrophal”, sagt Andreas Griehl. Fünf Monate nach seinem Diensteintritt gibt der neue Geschäftsführer der TeleMark daher ein neues strategisches Ziel der Tochtergesellschaft der Stadtwerke Iserlohn, Lüdenscheid und Menden vor: Den Ausbau des Glasfasernetzes im Märkischen Kreis, um der unterversorgten Region den Weg in die Internet-Jetztzeit zu ebnen. Dass sich die im Branchenvergleich vergleichsweise kleine TeleMark zum Breitband-Schrittmacher im Märkischen Kreis mausern will, ist laut Griehl eine Reaktion auf die Geschäftsmodelle der großen Telekommunikations-Anbieter. Für die zumeist international tätigen und kurzfristigen Renditeerwartungen verpflichteten Unternehmen lohne sich die Investition in den ländlichen Raum kaum. „Natürlich ist das im ländlichen Raum nicht annähernd so lukrativ wie in Ballungsgebieten”, kann Griehl die unternehmerische Sicht der Dinge durchaus verstehen. Um aber dennoch insbesondere der heimischen Wirtschaft den schnellen Breitband-Zugang zu ermöglichen, will das kommunale Unternehmen auf das Modell des „open access” setzen, den offenen Zugang zu den Glasfaserleitungen für jeden am Markt agierenden Anbieter. Die TeleMark, so das Konzept, stellt mit ihrem Glasfasernetz ausschließlich die technische Infrastruktur zur Verfügung, die dann von anderen Dienstleistern wie etwa Dokom 21, Arcor oder Versatel zur Kundenversorgung angemietet werden kann. Geschäftsführer Griehl: „Auf diese Weise können wir die Investition in die Infrastruktur langfristig absichern. Gleichzeitig besetzen wir eine Marktnische, da es in der Region sonst keinen reinen Netzanbieter gibt.” Die Resonanz am Markt auf den Tele-Mark-Ansatz sei sehr vielversprechend. „Unternehmen wie wir, die sich in der Region auskennen und flexibel und schnell agieren, sind gefragte Gesprächspartner.” Das bereits vorhandene Glasfaser-Netz der TeleMark misst in Menden, Iserlohn und Lüdenscheid bisher immerhin 80 Kilometer. Im Dezember will sich Griehl nun von seinem Aufsichtsrat die Zustimmung zur „Breitband-Offensive” abholen, über die zunächst die Gewerbe- und Industriegebiete möglichst flächendeckend angeschlossen werden sollen. Das Votum des Aufsichtsrates werde überdies ausschlaggebend dafür sein, in welchem Tempo der Ausbau letztlich erfolge. Denn bei aller Notwendigkeit, die Wirtschaft mit schnellem Internet zu versorgen, kann auch die TeleMark die Geldseite nicht ignorieren. Ein Meter unterirdisch verlegtes Glasfaserkabel, so der Geschäftsführer, koste - je nach Bodenbeschaffenheit - zwischen 80 und 150 Euro. Begeistert zeigt sich Thomas Junge als Geschäftsführer der Iserlohner Gesellschaft für Wirtschaftsförderung über den Breitband Plan. „Das ist heute ein ganz wichtiger Standortfaktor”, weiß Junge. Unlängst habe etwa ein Investor erhebliche Schwierigkeiten bei der Vermietung einer neuen Gewerbeimmobilie gehabt, weil eben nur ein verhältnismäßig langsamer Internet-Zugang an dem Gebäude zur Verfügung gestanden habe. „Seit etwa zwei Jahren wird Breitband auch in der heimischen Region zu einem bestimmenden Thema”, kann GfWMann Junge der TeleMark-Strategie unter Wirtschaftsförderungsaspekten nur Positives abgewinnen.
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